Die eigenen Bedürfnisse spüren - Eine Übung

 

 

Die eigenen Bedürfnisse spüren -

Eine Übung

 

Immer wieder geht es in meinen Beratungen um die Themen Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstliebe. „Wie kann ich mir denn Selbstwert geben?“ werde ich gefragt und „Selbstliebe? Wie macht man das?“ oder „Wie finde ich nach all dem das Vertrauen wieder in mich selbst?“

 

Nun, der erste Schritt sich selbst Wert zu geben und in die Selbstliebe zu kommen ist, die eigenen Bedürfnisse zu spüren und sie sich nach Möglichkeit auch zu erfüllen. Dieser „Lernprozess“ sorgt zudem dafür, dass du verlorenes Selbstvertrauen wiederfindest.

 

So habe ich für dich hier eine kleine Übung, damit du genau das alles für dich erfahren und integrieren kannst. Mach diese Übung so oft du kannst, jedoch mindestens zweimal pro Tag. JAWOHL: Zweimal pro Tag. Sei dir das wert!

 

Übung: Die eigenen Bedürfnisse spüren

 

Stelle sicher, dass du die nächsten 5 bis 15 Minuten ungestört bist. Schalte also dein Telefon und alle möglichen Störquellen um dich herum aus. Setze dich in einen bequemen Sessel oder lege dich auf deine Couch. Umschlinge zunächst deinen Körper mit deinen Armen, so als würdest du dich liebevoll selbst in die Arme nehmen. Du kannst dich auch ein wenig hin- und herwiegen. Spüre dabei intensiv deinen Körper. Fasse dich an Händen und Beinen an, um dich immer mehr zu spüren. Vor allem, wenn du den ganzen Tag von Verpflichtungen getrieben bist, ist es wichtig, dich wieder zu spüren und deine Körperempfindungen wahrzunehmen. Dabei stellst du nämlich Kontakt zu dir selbst her.

 

Schließe dann deine Augen. Atme nun ganz ruhig ein und aus (etwa 20-mal ein und 20-mal aus). Einfach nur ein- und ausatmen. Beeinflusse deinen Atem dabei nicht, sondern nimm ihn einfach nur wahr. Spüre, wie sich beim Einatmen dein Brustkorb hebt und wie er sich beim Ausatmen wieder senkt. Stelle dir auch deine Lunge vor, wie sie sich beim Einatmen mit Sauerstoff füllt und beim Ausatmen wieder leert. Mache dir bewusst: Im Moment gibt es nichts zu tun, das wichtiger wäre als du selbst.

 

Wenn du dich so in einen entspannten Zustand gebracht und das Gefühl hast, dich gut zu spüren, dann frage dein Inneres: "Was brauche ich gerade?". „Was würde mir jetzt gerade gut tun?“ Bleib dabei ganz absichtslos und schau einfach, was dann passiert. Welche Gedanken kommen dir in den Sinn? Welche Bilder zeigen sich dir? Welche Gefühle breiten sich in dir aus? Vielleicht siehst du ein Bild von einer hobbymäßigen Tätigkeit, die du schon längst mal wieder tun möchtest. Vielleicht meldet sich ein Gefühl, das dir anzeigt, wonach du dich sehnst. Und vielleicht sagt dir eine innere Stimme, was in dir mehr Aufmerksamkeit braucht. Schau einfach, was du als Antwort bekommst. Was auch immer dir deine Sinne übermitteln, nimm es an als wichtigen Ausdruck dessen, was dein Sein sich gerade von dir wünscht. Lasse diesen Antwort-Prozess ruhig ein wenig andauern. Und sollte sich dir am Anfang nichts zeigen, dann akzeptiere das und übe weiter. Lass dich davon nicht abhalten, den Weg zu deinen Bedürfnissen weiter zu gehen.

 

Komm dann, wann es sich für dich gut anfühlt, in deinem Tempo ins Hier und Jetzt zurück und öffne deine Augen. Strecke dich und reibe deine Handflächen aneinander. Die Antworten, die du gerade bekommen hast, sind Hinweise auf deine Bedürfnisse. Du kannst nun jedes einzelne dieser Bedürfnisse anschauen und dir überlegen, wie du es dir erfüllen willst. Achte immer darauf, dass du das auch zeitnah tust, denn du gibst dir mit jedem erfüllten Bedürfnis selbst Wert. Widerstehe nach Möglichkeit der Versuchung, deine Bedürfnisse anderen zu delegieren. DU selbst bist für deine Bedürfnisse verantwortlich. Mach dir das immer wieder klar. Damit hast du aber auch die Macht über dich und bist nicht von einem anderen abhängig. Du schützt dich damit davor, in ein tiefes Loch zu fallen, wenn ein anderer deine Erwartungen nach Bedürfniserfüllung nicht befriedigt.

 

Du kannst diese Übung regelmäßig zur gleichen Uhrzeit und auch immer mal wieder zwischendurch machen. Jedesmal geht es um die Fragen: "Was brauche ich gerade?" und "Was würde mir jetzt gerade gut tun?". Damit gehst du wiederholt in Kontakt mit dir selbst und deinen Bedürfnissen. So lernst du Schritt für Schritt dich wieder zu spüren und liebevoller mit dir umzugehen.

 

Und noch etwas: Wenn du dir etwas vornimmst und es auf später verschiebst, und wieder verschiebst, und wieder, so lange, bis du es dann doch nicht für dich tust, dann sei dir bewusst, dass dies einer Art Selbstverletzung gleich kommt. Übe dich darin, dir selbst gegenüber verbindlich zu sein. Denn damit sorgst du für Selbst-Vertrauen, also das Vertrauen in dich selbst, dass du Versprechen dir selbst gegenüber einhältst und dass du dich auf dich verlassen kannst.

 

Abschließend noch ein kleiner Tipp: Wenn es dir im ersten Schritt leichter fällt, dann kannst du dir auch einfach vorstellen, dass du dich um dein inneres Kind kümmerst. Vielleicht hast du ein Bild von dir, als du etwa 3 - 5 Jahre alt warst. Schau dieses kleine Mädchen oder diesen kleinen Jungen an und frag sie/ihn, was sie/er von dir braucht. Und dann sei eine gute Mutter oder ein guter Vater für dein inneres Kind und sorge gut dafür und damit letztlich für dich. Das ist eine kleine Brücke zu dir selbst.

 

Ich wünsche dir nun viel Freude und wunderbare Erkenntnisse bei dieser Übung und vor allem viel Selbstliebe!

 

Marion Monika Kaiser, aurum Beratung Coaching

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"Was immer du gibst, du bekommst es zurück. Nur manchmal ganz anders als du es erwartet hättest."

Quelle: aurum App

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