Ich sehe DICH!

 

 

 

Ich sehe DICH!

 

 

Können Sie das von sich in der Anfangsphase einer Beziehung über den anderen sagen? Sehen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin wirklich? Ich meine sehen Sie ihn/sie nicht nur äußerlich sondern durch die vielleicht sehr schöne Hülle hindurch? Können Sie erkennen, wie ein Mensch tatsächlich ist?

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich glaube, das kann niemand in vollem Umfang. Nicht einmal wir selbst erkennen uns gänzlich. Doch dazu gleich mehr ...

 

Vor 25 Jahren begann ich als Business-Coach, Menschen zu beraten. Im Laufe der Jahre hat sich mein inhaltliches Feld zudem immer mehr in Richtung Lebensberatung und ja, auch Liebesberatung entwickelt. Nicht selten saß mir in der Vergangenheit eine Führungskraft - ob nun männlich oder weiblich - gegenüber und wir kamen in diesen Fällen auf den wahren Grund von plötzlichem Misserfolg, Unglück und Unbehagen: Eine frische Beziehung, die nicht hielt was sie anfangs versprach und all die damit einhergehenden verwirrenden Gedanken und Gefühle verbrauchten alle Energie.

 

So oft hat mich ein Mann gefragt: „Sie sind eine Frau und Sie beraten doch auch viele Frauen. Wie DENKT so eine Frau in dieser Situation?“

 

Und mindestens genauso oft hat mich eine Frau gefragt: „Sie sind Coach und Sie beraten doch auch Männer. Wie FÜHLT so ein Mann in diesem Moment?“

 

Spannend gell? Dass die Männer wissen wollten, was die Frauen DENKEN und die Frauen wissen wollten, was die Männer FÜHLEN! Aber das nur am Rande.
 
Nun, irgendwann schien es mir, als hätte ich das Muster erkannt, das in vielen rasch aufflammenden und ebenso schnell wieder zerbrochenen Beziehungen steckt:
Das falsche Bild vom anderen!
 
Wie entsteht nun dieses falsche Bild?
 
1. Die rosarote Brille

 

Manche nennen dieses Muster ja „die rosarote Brille“. Wahrscheinlich kennen Sie dieses chemische Ereignis im Körper: Wenn die Schleusen aufgehen und die Hormone den ganzen Organismus fluten, Sie vor Anziehung blind werden und Sie so vieles beim anderen übersehen lässt. Schneller als Sie es sich versehen landen Sie womöglich gemeinsam im Bett, was durchaus schöne und wichtige Erkenntnisse beinhalten kann. Bloß: Weil man schon so intim miteinander war, muss das noch lange nicht heißen, dass man sich jetzt auch kennt!
 
Nun ist es doch auch so, dass wir uns in der Anfangs- oder „Marketing“-Phase von unserer besten Seite zeigen. Meines Erachtens korreliert die Phase der rosaroten Brille genau mit der Länge der Zeit in der ein NORMALER Mensch es schafft, sich zu verstellen und dem anderen das Gefühl zu geben, er sei genau das, was der andere haben will. Diese unausgesprochenen Bedürfnisse merken Sie ja meist sehr schnell auf unterbewusster Ebene. Nach ca. 3 – 6 Monaten wird man dann langsam wieder authentischer und dem Gegenüber zeigt sich, was wirklich in einem steckt.

 

Dieses Verhalten wird nicht bösartig angewandt, nein vielen ist es nicht einmal bewusst. So wie uns selbst mehr als 90 % von uns nicht bewusst sind. Auch wenn es spirituelle Menschen gibt, die mehr Bewusstheit besitzen, so glaube ich, dass dennoch der Großteil von uns verborgen ist und vielleicht auch bleiben muss. Ich erkläre mir dies ganz vereinfacht gesagt mit der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns, das für mich nur einen Arbeitsspeicher darstellt. Der tatsächliche Speicher ist m. E. das Unterbewusstsein, einer Art seelischer oder innerer Akasha-Chronik. Das ist meine spirituelle Sicht der Dinge und kann neurobiologisch durchaus anders sein.

 

2. Nur das Äußere zählt

 

Nun gibt es auch Menschen, die sich nur auf das Äußere beziehen oder auf das, was jemand nach außen hin darstellt. Sei es direkt sein/ihr Aussehen oder die Rolle, die er oder sie im Unternehmen und in der Gesellschaft - wo auch immer - spielen mag. Diesen Menschen ist oft so wichtig, was jemand im Außen besitzt - ob Geld, andere Materie oder Macht. Doch das ist halt nur ein Bruchteil von dem, was einen (Liebes)Partner tatsächlich ausmacht und es hat vor allem nichts oder viel zu wenig mit seinen inneren Qualitäten zu tun.

 

Wenn Sie sich auf diese Äußerlichkeiten beziehen, kann es Ihnen passieren, dass Sie früher oder später ent-täuscht werden. Nun ist Ent-Täuschung ja per se nichts Schlimmes, stellt sie nur das Ende einer Täuschung dar, die Sie letztlich selbst herbeigeführt haben. Sie hätten einfach besser hinschauen und reinspüren dürfen.

 

3. Zu spätes Erkennen

 

Es kann jedoch auch sein, dass Sie völlig geblendet sind oder einfach nicht genau hinsehen und gar nicht erkennen, was im anderen wirklich alles steckt. Vielleicht ist es Ihnen selbst schon passiert, dass Sie die wirklichen Qualitäten am anderen oder seinen wahren Wert erst erkannt haben, nachdem es zu spät war, die Beziehung schon in die Brüche gegangen ist und er/sie über alle Berge war. Aus der Distanz zum anderen, ob nun örtlich oder zeitlich, sahen sie ihn erst wirklich.

 

Sie hatten hier vielleicht ein vorgefasstes Bild im Kopf oder Sie sind einer Erinnerung nachgelaufen. Was auch immer es gewesen ist, was sie gesehen haben, ihr Gegenüber war es in diesem Fall nicht.

 

4. Schöne Worte

 

Viele Menschen obliegen bei schönen Worten einer Täuschung. Achten Sie einmal darauf, ob Sie schnell dahinfließen und viel mehr auf das hören, was jemand sagt, als auf das zu schauen, was jemand tatsächlich tut. Worte können schmeichelnd und wunderschön sein. Sie hören vielleicht nur das, was sie gerne hören möchten. Doch Worte sind auch oft nur Schall und Rauch und diejenigen, die sie verwenden, merken oft selbst nicht, dass sie ihre Aussagen nicht wirklich leben.

 

So entstehen dann Themen, die nie eine Erfüllung erfahren, die ständig auf dem Level des Versprochenen und des nicht eingehaltenen hängen bleiben. Oder Sie entlarven irgendwann schlichtweg alles als das was es eben war: eine Täuschung!

 

Es geht also ums „SEHEN“

 

Was kann ich also tun, damit sich bei mir ein richtiges Bild vom anderen ergibt. Wie erkenne ich den anderen, wie schaffe ich es, ihn wirklich zu sehen? Vielleicht denken Sie jetzt nach meinen obigen Ausführungen: „Mann ist das alles kompliziert!“

 

Es ist komplex, das stimmt, doch es gibt durchaus ein paar Tipps, die Sie gerne ausprobieren dürfen: Entschleunigen Sie zunächst einmal Kennenlern-Prozesse. Lassen Sie sich gegenseitig Zeit sich wirklich in allen Phasen und Situationen zu erleben. Wollen Sie einen Menschen wirklich erfassen, dann achten Sie darauf, wie er/sie sich in entspannten UND in angespannten Situationen verhält. Wie authentisch passen seine Worte und geäußerten Gedanken/Gefühle zu seinem Tun? Wichtig ist auch, wie er/sie über sich selbst spricht und vor allem über sein Umfeld. Sind beispielsweise immer die anderen an allem Schuld? Glaubt er/sie im Alter von 40 schon „fertig“ zu sein? Sind alle Männer/Frauen böse Monster und er/sie das arme Opfer? Die Haltung eines Menschen zu anderen und anderem ist sehr aufschlussreich und so manches Mal entdeckt man schnell die Widersprüche.

 

Doch auch wenn jemand in Widersprüchen lebt (auch das tun wir alle in gewissem Maße), ist das noch kein Grund, vorschnell aufzugeben. Nutzen Sie Ihr eigenes Gefühl, es wird Ihnen viel verraten. Diese Aussage werden Sie in fast allen meinen Artikeln lesen. Denn darin liegt der Schlüssel zu Ihrer wahren Erkenntnis. Je mehr Sie dieses innere Erkenntnissystem aus Ahnung, Körpergefühlen, inneren Bildern etc. nutzen, desto schneller haben Sie es in der jeweiligen Situation auch wirklich parat.

 

Wir alle wollen die schöne Phase der Verliebtheit möglichst lange genießen  und erleben, dass sie letztlich in wahre Liebe mündet. Ich glaube dies gelingt viel eher, wenn Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin wirklich in einem Großteil seines SEINS zu „sehen“ versuchen. Denn erst  wenn Sie einen anderen Menschen mit einem breiten Spektrum seiner Ecken, Kanten, Tiefen und Rundungen erfassen - und vor allem bewusst annehmen können- , dann ist es m. E. wirklich Liebe.

 

Denn die Liebe sagt: „Ich liebe dich, genau so wie du bist“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Marion Monika Kaiser, aurum Beratung Coaching

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"Was immer du gibst, du bekommst es zurück. Nur manchmal ganz anders als du es erwartet hättest."

Quelle: aurum App

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